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Mini Croquembouche Vanille





Mini Croquembouche Vanille


Paris! Zum ersten Mal verzauberte mich diese wunderwunderwunderschöne Stadt im Frühling 2007 – und ließ mich danach nicht mehr los. Wer sich bei einem Trip in diese Stadt nicht sofort verliebt, hat meiner Meinung nach Angst, schwul zu wirken ("so richtige Männer" in meinem Freundeskreis stehen anscheinend nicht so auf Französisches überhaupt), oder ein durch schlechtes Wetter verfälschtes Bild der wunderbaren Stadt der Liebe. Die folgenden Bilder sind alle im Mai 2012 entstanden, als ich Paris im "Zuge" meiner Interrail-Reise durch ganz Europa besucht habe.

Zum Glück war ich übers Pfingstwochenende schon zum fünften Mal in Paris, so konnte mir das so richtig richtig "grüsele" nasse Wetter überhaupt nichts (außer einer schlimmen Erkältung, an der ich nach wie vor leide). Die Stadt liebe ich aber immer noch – bien sûr! Und ich hoffe meine Mama und Schwestern, denen ich die halbe Reise inklusive Führung und Dolmetschen zu Weihnachten geschenkt habe, waren trotzdem auch so begeistert wie ich, als ich zum ersten Mal dort war.

Als eine Ode an die romantische französische Hauptstadt will ich euch nun mit einer französischen Sugar Story – also einer Histoire sucrée bereichern. Sie nennt sich "Croquembouche" und hinter diesem außergewöhnlichen Namen (der übrigens nichts anderes heißt als "Kracht im Mund") stecken aufgehäufte gefüllte Windbeutel. Vor allem da sie in Frankreich meist als Hochzeitstorte verwendet wird, könnte man sich hier überdimensional und übertrieben austoben. Doch ich entschied mich für eine Croquembouche in Haushaltsgröße, da sie so machbar für euch alle ist. Traut euch! Um Perfektion geht es nicht. Ich denke ihr seid auch keine Profis – wie ich – und um das geht es ja bei meinem Blog ;)

Zutaten
Windbeutel: 250ml Wasser • 50g Butter • 150g Mehl • 3TL Zucker • 4 Eier
Füllung: 300g Vanillepudding (selbstgemacht oder gekauft)
Karamell: 150g Zucker • Saft einer halben Zitrone

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Eine mittelgroße Schüssel in den Gefrierschrank stellen.
Wasser, Butter, und Zucker in einem Topf erhitzen. Sobald die Butter geschmolzen ist den Topf von der Kochstelle nehmen und mit einem Holzkochlöffel das Mehl unterrühren. Wieder auf den heißen Herd stellen und so lange rühren, bis die Masse sich vom Topf löst. Diese dann in die kalte Schüssel aus dem Gefrierschrank geben und ca. 10 Minuten abkühlen lassen. Dann nach und nach die Eier hinzugeben und mit dem Mixer gut durchrühren.

Mit einer Spritztüte mit großer bzw. ohne Tülle oder mit zwei kleinen Löffeln Bällchen mit ca. 4cm Durchmesser auf ein mit Backpapier belegten Backblech formen. Im Ofen backen, bis die Bällchen schön goldbraun sind (ca. 20-30 Minuten).
Währenddessen den Vanillepudding zubereiten und/oder in eine Spritztüte mit kleiner, langer runder Tülle füllen. Damit in die fertigen, hohlen Windbeutel stechen und sie mit dem Pudding füllen.

Den Zucker mit dem Zitronensaft in einem Topf erhitzen, bis sich Karamell bildet. Diesen als Kleber für die Bällchen verwenden, um sie zu einer kleinen Pyramide aufzutürmen. In Konditoreien helfen sie da oft mit Pappkegeln usw. aus. Aber bei dieser von mir verwendeten geringen Menge an Bällchen macht das natürlich nicht sonderlich viel Sinn. Mit einer Gabel kann man zum Schluss den Windbeutel-Haufen mit dem leicht abgekühlten, feinen Fäden ziehenden Karamell umspinnen. Ich habe das Ganze zusätzlich mit Haselnuss-Krokant und Schoko-Spänen bestreut.

PS. Das wird natürlich nicht die letzte typisch französische Sugar Story gewesen sein!




Für Norbert,
der unser Taxi zum und vom Flughafen Zürich gespielt hat. Danke für alles – ich bin froh, dass du Teil meines Lebens bist!



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